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Heinrich von Staden



Heinrich von Staden (* 1545 in Ahlen) war ein deutscher Abenteurer und hinterließ den wahrscheinlich wichtigsten Bericht über Russland unter Ivan dem Schrecklichen.
Auf dem Priesterseminar erstach Staden im Streit einen Mitschüler und floh 1560 über Lübeck nach Livland, um der Strafverfolgung zu entgehen. In Riga verschaffte ihm ein Verwandter eine Stellung. Nachdem er kurze Zeit auf polnischer Seite im Dorpat in Kämpfe gegen Russland verwickelt war, wechselte er 1564 in den Dienst des russischen Zaren Ivan IV. Er war einer der wenigen Ausländer, die den Opritschniki, der Terrortruppe Ivan des Schrecklichen angehörten. Als Opritschnik nahm er an vielen Verhören teil und 1570 an der Strafexpedition gegen Nowgorod.
Als die Opritschniki 1572 aufgelöst wurden, musste Staden viele seiner Güter zurückgeben und setzte sich bald darauf von der Eismeerküste in den Westen ab. Hier versuchte er dann ohne großen Erfolg verschiedenen Fürsten seine Dienste anzubieten. Am Ende führte er verbittert ein recht bescheidenes Leben im Dienst des Pfalzgrafen Georg Hans von Veldenz-Lützelstein..

Englische Ausgabe seines Reiseberichts